Aktuelle Meldungen

06.04.2017

Pumpspeicherwerk: Stadtwerke treten auf die Bremse

Planungen für das Projekt „PSW Heimbach“ bei Bingen werden bewusst verlangsamt

NIEDERHEIMBACH/TRECHTINGSHAUSEN. Die Mainzer Stadtwerke AG wird in den kommenden Monaten ihre Planungen zum Bau eines großen Pumpspeicherwerks auf dem Franzosenkopf bei Bingen deutlich verlangsamen. Davon unterrichtete der Vorstandsvorsitzende Detlev Höhne jetzt die Ortsbürgermeister beider Gemeinden sowie weitere Projektpartner. Grund dafür sind in erster Linie die politischen Rahmenbedingungen für Pumpspeicherwerke in Deutschland, die aktuell aus Sicht der Mainzer Stadtwerke AG nicht dazu geeignet sind, einen wirtschaftlichen Betrieb solcher Anlagen in absehbarer Zeit zu gewährleisten.

„Die gesamte Energiebranche übt sich deshalb zurzeit in Zurückhaltung und wartet ab, wie sich die politische Landschaft in dieser Hinsicht weiter entwickelt“, verweist Höhne auf ähnliche Entscheidungen anderer Investoren von Pumpspeicherprojekten wie beispielsweise die Stadtwerke Trier oder die Stadtwerke-Gruppe Trianel mit ihren Projekten. Gleichzeitig rechne die Branche aktuell nicht damit, dass die Rahmenbedingungen sich im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl wesentlich verbessern. Höhne: „Seitens der Bundesregierung werden derzeit jedenfalls keine positiven Signale in dieser Richtung ausgesandt.“ Positiv im Sinne des Stadtwerke-Projekts bei Bingen ist immerhin ein aktueller Antrag im Bundesrat, der das weitere Vorantreiben von Pumpspeicherprojekten unterstützen soll. In diese Richtung zielen auch verschiedene Initiativen seitens der aktuellen PSW-Projekte gegenüber der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Stadtwerke-Vorstand dazu entschlossen, die nächsten kostenintensiven Schritte zur Realisierung des Vorhabens, nämlich die Einleitung eines Plan-feststellungsverfahrens und die Sicherung der erforderlichen Grundstücke (vorrangig für das geplante Oberbecken und für das Unterbecken), zunächst zurückzustellen. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen wäre ein zweistelliger Millionenbetrag erforderlich. Höhne: „Eine Investition in dieser Größenordnung könnte nur dann vertreten werden, wenn die Wirtschaftlichkeit des Projektes sichergestellt wäre.“ Höhne bedauert die fehlende Unterstützung durch die Politik für Pumpspeicherwerke, die aus Sicht der Stadtwerke für das Gelingen der Energiewende unabdingbar sind. Gleichzeitig verweist er auf die positive Resonanz aus der Öffentlichkeit und bei den Bürgern vor Ort zu dem Vorhaben der Mainzer Stadtwerke. Äußerst vertrauensvoll verlaufe auch der Dialogprozess mit den Umweltverbänden. „Wir halten das PSW-Projekt in Nieder-heimbach und Trechtingshausen für ein sinnvolles Projekt und wollen es daher auch nicht aufgeben.“ Die Mainzer Stadtwerke haben bisher rund drei Millionen Euro in die Planungen und Untersuchungen für das PSW-Projekt investiert.

Andererseits müsse man aber den bestehenden Rahmenbedingungen Rechnung tragen und könne das Vorhaben daher jetzt nur deutlich langsamer vorantreiben als ursprünglich geplant. Weitergeführt werden in den kommenden Monaten die bereits laufenden Voruntersuchungen für das Planfeststellungsverfahren. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um geologische und hydrogeologische Erkundungen für das Oberbecken im Bereich des Franzosenkopfes sowie naturschutzfachliche Erhebungen, vorwiegend ebenfalls am Franzosenkopf, zum Teil aber auch im Bereich Steinbruch/Unterbecken und Baustelleneinrichtungsfläche. Dies geschieht auch deshalb, weil für die Erfassung der Hydrogeologie ein Erhebungszeitraum von einem Jahr notwendig ist und man bei den naturschutzfachlichen Erhebungen auf die jahres-zeitlich bestimmten Abläufe angewiesen ist. Darüber hinaus werden einzelne Arbeiten und Untersuchungen zur geologischen Erkundung (Bohrung) sowie zur Grundwasser-, Quellabfluss- und klimatologischen Messung bis zu deren Ende und Sicherung der Daten fortgeführt. Damit sollen die Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektes so weit wie möglich geschaffen werden. Zunächst weiterbetrieben werden soll auch das PSW-Infocenter im Bahnhof in Niederheimbach, in dem Informationen zu dem Projekt anschaulich angeboten werden. Die Öffnungszeiten hier werden aber ab 1. Mai 2017 deutlich eingeschränkt. Höhne: „Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass Pumpspeicherwerke bei der Energiewende nicht nur eine wichtige Rolle spielen werden, sondern als deren notwendiger Bestandteil anzusehen sind. Hinzu kommt, dass der für das PSW Heimbach vorgesehene Standort aus unserer Sicht zu den besten in Deutschland gehört. Auch die technische Machbarkeit des Projektes wird von uns nach den bisherigen Feststellungen weiterhin sehr positiv eingeschätzt.“

05.05.2014

Bericht im ZDF-Länderspiegel

10.04.2014

Infoveranstaltung in Niederheimbach

Die Stadtwerke Mainz AG lud ein zu einem Informationsabend zum geplanten Pumpspeicherwerk »PSW Heimbach« auf dem Franzosenkopf.

Neue Gemeindehalle, Niederheimbach

03.04.2014

Infoveranstaltung in Trechtingshausen

Die Stadtwerke Mainz AG lud ein zu einem Informationsabend zum geplanten Pumpspeicherwerk »PSW Heimbach« auf dem Franzosenkopf.

Konferenzraum der Turnhalle, Trechtingshausen

Protokoll der Veranstaltung [PDF]

14.03.2014

Unterlagen zur Raumordnung eingereicht

Die Stadtwerke Mainz AG hat Anfang März 2014 bei der zuständigen Genehmigungsbehörde SGD Süd in Neustadt die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren eingereicht. Das Raumordnungsverfahren ist einer von mehreren für die Zulassung des PSW Heimbach erforderlichen Verfahrensschritten.

Die für das Raumordnungsverfahren eingereichten Unterlagen werden von der SGD Süd an allen betroffenen Gemeinden öffentlich ausgelegt und es besteht für Bürger und Verbände die Möglichkeit Anregungen und Bedenken schriftlich vorzubringen, die dann im Rahmen eines Erörterungstermines diskutiert werden.

Um den Bürgern die Information über unser Projekt zu erleichtern, veröffentlichen wir die vollständigen Unterlagen zum Raumordnungsverfahren auf dieser Webseite für unbegrenzte Zeit.

Ein kompletter Unterlagensatz liegt außerdem im „PSW-Infozentrum“ im Bahnhof in Niederheimbach zu den Öffnungszeiten zur Durchsicht bereit.

In den nächsten Wochen stehen in Niederheimbach und in Trechtingshausen zwei öffentliche Veranstaltungen auf dem Programm, bei denen die Bürger vor Ort über den Stand des PSW-Projektes informiert werden sollen und bei denen es ausreichend Gelegenheit für Fragen gibt. In Trechtingshausen beginnt der Infoabend im Konferenzraum der Turnhalle in der Rheinblickstraße am Donnerstag, 3. April, um 18.30 Uhr. In Niederheimbach soll das Pumpspeicherprojekt im Rahmen der Einwohnerversammlung vorgestellt werden. Diese beginnt am Donnerstag, 10. April, um 19 Uhr.

05.12.2011

Adventsfenster leuchtet

Am 5. Dezember punkt 18 Uhr erstrahlte das große Fenster im PSW-Besucherzentrum von Niederheimbach in weihnachtlichem Licht. Viele Niederheimbacher folgten der Ein­ladung und informierten sich in gemütlicher Atmosphäre bei Glühwein und Plätzchen.

14.10.2011

Eröffnung Besucherzentrum

Am Freitag, 14. Oktober wurde im Bahnhof Niederheimbach das neue Besucherzentrum eröffnet.

Mehr Informationen …

16.06.2011

Antragskonferenz

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hatte, als zuständige Aufsichtsbehörde für den von den Stadtwerken Mainz (SWM) geplanten Bau des Pumpspeicherkraftwerks Heimbach (PSW), zur Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren eingeladen. Zahlreiche Vertreter der Träger öffentlicher Belange und Behörden nutzten diese Möglichkeit. Geprägt von der Erkenntnis, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien die Verfügbarkeit von Speicherkapazität für Strom voraussetzt, fand ein sachlicher Meinungs- und Informationsaustausch statt. Wichtigstes Ergebnis: Die Öffentlichkeit gibt dem Projekt eine faire Chance, wenn man ihre Bedenken und Vorschläge zu dessen Gestaltung ernst nimmt, insbesondere in Sachen Natur- und Artenschutz. Vor dem zusätzlichen Hindernis, dass der vorgesehene Standort im Unesco-Welterbe „Mittelrheintal“ liegt, war dieser Veranstaltungsverlauf von SWM-Vorstand Detlev Höhne erhofft worden. Höhne: „Wir haben aus anderen Projekt gelernt und sorgen für eine frühzeitige und offene Bürgerbeteiligung. Dies hat sich beim laufenden Vorhaben zum Ausbau der Straßenbahn in Mainz bereits sinnvoll erwiesen. Auch die der Anhörung vorangegangene Bürgerinformationsveranstaltung in Niederheimbach ist in konstruktiver Atmosphäre verlaufen.“

22.04.2011

Ortsbesichtigung Franzosenkopf am 15. Juni

An der Befahrung des Geländes des PSW-Heimbach nahmen 26 geladene Vertreter der Genehmigungsbehörden, verschiedener Umweltverbände und Vertreter des Planungsbüros teil. Besichtigt wurde der mögliche Zufahrtsweg zum Oberbecken sowie die Standorte „Salzkopf“ und „Franzosenkopf“. Am Standort „Sieben Burgen Blick“ erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die möglichen Standorte des Einlaufbeckens innerhalb des Rheins.

21.04.2011

Informationsveranstaltung »Heimbach-Speicher«

Auch wenn viele Punkte und Details zum »Heimbach-Speicher« erst in den nächsten Monaten konkret erarbeitet werden und wir zurzeit noch nicht alle aufkommenden Fragen bis ins letzte Detail beantworten können, fand am 21. April um 19.30 in der Turnhalle Niederheimbach eine Infoveranstaltung statt. Knapp 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil.

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