Positive raumordnerische Entscheidung für geplantes Pumpspeicherwerk Heimbach

Stadtwerke Mainz AG freut sich über erfolgreichen Genehmigungsschritt

MAINZ. Die Stadtwerke Mainz AG hat heute von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD), den raumordnerischen Entscheid für das bei Bingen am Rhein geplante Pumpspeicherwerk Heimbach erhalten. Damit hat das Projekt den ersten Schritt im Genehmigungsverfahren erfolgreich absolviert. Die Stadtwerke hatten im März diesen Jahres bei der zuständigen Genehmigungsbehörde SGD Süd in Neustadt die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren zum Bau des geplanten Pumpspeicherwerks „PSW Heimbach“ eingereicht. Das Raumordnungsverfahren ist einer von mehreren erforderlichen Verfahrensschritten. Die eigentliche Zulassung des Projektes erfolgt im anschließenden Planfeststellungsverfahren. In den nächsten Monaten sollen die internen und externen Untersuchungen weiter vorangetrieben werden mit dem Ziel, 2015 eine Entscheidung über den Start des Planfeststellungsverfahrens treffen zu können.

Die Stadtwerke Mainz AG möchte in den nächsten zehn Jahren auf dem mehr als 600 Meter hohen Franzosenkopf bei Niederheimbach am Mittelrhein ein Oberbecken errichten. In Zeiten, in denen mehr Strom produziert als gebraucht wird, kann Wasser aus einem Unterbecken den Berg hinauf ins Oberbecken gepumpt werden. Das Wasser auf dem Berg kann abgelassen werden zu Zeiten, in denen mehr Strom benötigt wird, als Kraftwerke oder erneuerbare Energieträger wie Windräder und Solaranlagen liefern können. Wird das im Oberbecken gespeicherte Wasser durch Rohre abgelassen, kann es unten im Berg Turbinen antreiben und die zuvor gespeicherte Energie wird so umgewandelt in Strom. Für den Ausbau der unstetig zur Verfügung stehenden Erneuerbaren Energien wie Sonne und Windkraft sind solche Speichermöglichkeiten unverzichtbar.

Hauptbestandteile des PSW Heimbach sind das Ober- und Unterbecken, die Stollen als Verbindungen von Ober- und Unterbecken oder zur Energieableitung, das Kraftwerk, Stromableitungstrassen sowie Baustellen- und Unterhaltungszufahrten. Abgesehen von Ober- und Unterbecken liegen alle Anlagenteile unter der Erde, insbesondere das Kraftwerk, Transformatoren, Schaltanlage und Wasserwege. Diese sind damit nicht zu sehen. Das Oberbecken wird eine Ausdehnung von 300 mal 440 Meter haben und eine Fläche von rund 14 Hektar aufweisen. . Als Unterbeckenstandort soll eine Teilfläche des bestehenden Steinbruchs der Hartsteinwerke Sooneck bei Trechtingshausen genutzt werden. Die Ausmaße des Unterbeckens betragen 220 mal 250 Meter. Ober- und Unterbecken verfügen über eine Höhendifferenz von 467 Metern und werden durch eine unterirdische Druckleitung über die Maschinenkaverne miteinander verbunden. Die Kaverne ist senkrecht unter dem Oberbecken angeordnet. Die Pendelwassermenge des Pumpspeicherwerks beträgt etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Kubikmeter.

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