Häufig gestellte Fragen

Momentan werden in Deutschland 31 Pumpspeicherkraftwerke betrieben; hinzu kommt noch das PSW Vianden, Luxemburg, dessen Unterbecken teilweise auf deutschem Boden liegt. In 11 Anlagen werden natürliche Wasserzuläufe genutzt, aus denen rund 10 Prozent des in allen PSW erzeugten Stroms gewonnen wird.

Die PSW sind im Besitz der großen deutschen Stromkonzerne.

Die Standorte sind durch die benötigten geografischen Gegebenheiten und die regionale Nähe zu Verbraucherschwerpunkten gekennzeichnet. Im Zusammenhang mit dem gewollten Ausbau der Erneuerbaren Energien gewinnt bei der Standortwahl für ein Pumpspeicherwerk die Lage der regenerativen Erzeugungsanlagen stark an Bedeutung.

Die kurzzeitige oder längere Speicherung überschüssigen Stroms. Überschüssig bezeichnet man Strom, wenn zum Erzeugungszeitpunkt kein ausreichender Bedarf zu seiner Nutzung vorhanden ist.

Um die Leistung großer thermischer Kraftwerke rauf oder runter zu fahren, benötigt man mehrere Stunden. Der Bedarf an Strom fällt und steigt zu schnell, um die Erzeugungsleistung dieser Anlagen daran zeitnah anzupassen.

Bei regenerativen Anlagen bestimmen der Wind und die Sonne wann eine Stromerzeugung möglich ist oder nicht. Deshalb erzeugen diese Anlagen oft überschüssigen Strom zu Zeiten geringer Nachfrage, aber umgekehrt auch keinen bzw. zu wenig Strom in Zeiten hoher Nachfrage.

Im Wälzbetrieb wird unter Einsatz überschüssigen Stroms Wasser aus einem niedrigen Becken oder Gewässer in ein höher gelegenes Becken gepumpt. Bei Bedarf wird das Wasser aus dem Oberbecken dann durch eine steile Leitung wieder ins Unterbecken oder ins Gewässer abgelassen. Auf diesem Weg treibt es Turbinen zur Stromerzeugung an.

Der Energiebedarf für das Hochpumpen des Wassers ist höher als die Energiemenge, die später aus dem Wasser zurück gewonnen wird. Der Wirkungsgrad der PSW ist allerdings mit rund 80 Prozent sehr hoch. Das heißt, dass von 100 Prozent des zum Pumpen eingesetzten Stroms später 80 Prozent wieder zur Verfügung stehen. Im Vergleich mit anderen Speichertechnologien ist dies ein sehr guter Wert.

Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Überschüssiger Strom zum Hochpumpen des Wassers wird am Markt billiger gehandelt als der Strom aus dem PSW zur Deckung von Bedarfsspitzen oder zur Regulierung der Stromnetze. Aus dieser Handelsspanne muss das für Planung, Bau und Betrieb eingesetzte Kapital sowie dessen Verzinsung erwirtschaftet werden.

In Zeiten hoher Nachfrage zur Deckung von Bedarfsspitzen und zur Stabilisierung (Spannungsregulierung, Frequenzerhaltung etc.) des Stromnetzes. Kommt es zur Instabilität der Stromnetze wären Stromausfall oder Funktionsstörungen bei elektronischen Geräten die Folge.

  • Sie sind ein Betrag zu Versorgungssicherheit, indem sie die schnelle Verfügbarkeit – PSW können innerhalb von zwei Minuten auf volle Leistung gefahren werden – von Strom zu einem vernünftigen Preis gewährleisten, was sich auch positiv auf die regionale Standortattraktivität auswirkt.
  • Sie sind unabdingbare Voraussetzung für einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien, da Wind- oder Solaranlagen einem hohen Risiko unterliegen, in Zeiten niedrigen Bedarfs überschüssigen Strom zu erzeugen.
  • Sie steigern die Energieeffizienz und damit Nachhaltigkeit bestehender Stromerzeugungsanlagen, indem sie deren überschüssigen Strom speichern – dies ist auch ein Beitrag zur CO2-Einsparung.
  • Sie verringern die Importabhängigkeit auf nationaler wie auch regionaler Ebene.
    Es ist eine etablierte, umweltfreundliche, robuste, bewährte und nachhaltige Technologie, die sich durch lange Lebensdauer sowie einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet.

Keine, weshalb es in der Bevölkerung auch eine grundsätzliche Akzeptanz für ein PSW gibt. In Deutschland werden solche Anlagen bereits seit rund 90 Jahren genutzt.

In Forschung und Entwicklung bemüht man sich, vorrangig die Stromspeicherung in Batterien, Druckluft- und Wasserstoffspeichern zur Marktreife zu bringen. Stand heute sind diese Technologien den PSW aber hinsichtlich der Speicherkapazität und des Wirkungsgrads deutlich unterlegen. Derzeit sind PSW die einzige umweltfreundliche Technologie zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Stromspeicherung.

Vorrangig aus Wind- und Solaranlagen der Region, insbesondere natürlich auch aus dem Hunsrück. Das PSW wird den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern.

Der Standort »Franzosenkopf« bietet die wesentlichen geografischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den Bau eines PSW, z. B. durch ausreichende Verfügbarkeit von Wasser aus dem Rhein, den Höhenunterschied von rund 500 m und das steile Gefälle zwischen Ober- und Unterbecken sowie die nur fünf Kilometer entfernt liegende Hochspannungstrasse als Entnahme-/Einspeisepunkt.

Zu diesem frühen Zeitpunkt ist eine genaue Investitionshöhe noch nicht bezifferbar. Vergleichbare Projekte belaufen sich auf eine Investitionssumme zwischen 400 und 700 Millionen Euro. Während des mehrstufigen Genehmigungsverfahrens werden die Planungen und damit auch die Investitionshöhe konkretisiert.

Erfahrungswerte zeigen, dass bei einem Projekt dieser Dimension ein Anteil von mindestens 30 Prozent der Investition an regionale Unternehmen fließt, sei es durch Direktvergabe von Aufträgen oder durch Einbindung dieser Firmen als Subunternehmen.

Das Zulassungsverfahren untergliedert sich in Raumordnungsverfahren sowie nachfolgendes Planfeststellnugsverfahren. Wir sind noch in einer sehr frühren Phase unserer Projektidee. Falls sich unsere Pläne realisieren lassen, könnte die Umsetzung in den nächsten zehn Jahren erfolgen.

Das gesamte Genehmigungsverfahren sieht strenge Prüfungen zur Projektverträglichkeit hinsichtlich Raum, Umwelt, Artenschutz, Wasser und Welterbe vor. Darüber hinaus haben wir schon vor Beginn des Genehmigungsverfahrens für eine starke Bürgereinbindung gesorgt, indem wir beispielsweise einen Dialogprozess mit Naturschutzverbänden unter Federführung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) initiiert haben. Dabei konnten bereits einige Änderungen in den Planungen vorgenommen werden: das betrifft unter anderem Größe und Lage des Oberbeckens oder die unterirdischen Leitungen. Ein wesentlicher Punkt ist für uns die naturnahe Gestaltung der Anlage.

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