Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Derzeit werden in Deutschland rund 30 Prozent des Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien wie Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft erzeugt. Aus Klimaschutzgründen soll dieser Anteil in den nächsten Jahren stark steigen. Bis 2050 sollen 80 Prozent unseres Verbrauchs aus Erneuerbaren Energien stammen. Der größte Anteil entfällt dabei künftig auf die Windkraft an Land und auf See, ebenfalls stark steigen wird unter anderem der Bereich Photovoltaik.

Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien verfolgt auch Rheinland-Pfalz ehrgeizige Ziele: Bis 2030 will Rheinland-Pfalz komplett auf Stromimporte aus anderen Bundesländern oder gar dem Ausland verzichten. Das Mainzer Umweltministerium setzt bei der Energiewende fürs Land nicht auf milliardenschwere Großprojekte, wie beispielsweise der angekündigten Solarstromproduktion in der afrikanischen Wüste, sondern auf heimische dezentrale Lösungen. 2030 soll der gesamte Stromverbrauch der Rheinand-Pfälzer durch EE-Anlagen oder durch Stromproduktion in Kraftwerken mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung — also die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme — erfolgen. Heute werden so 55 Prozent unseres Stromverbrauchs produziert.

In unserer Region drehen sich Windräder umgerechnet auf so genannte Volllaststunden etwa 2000 bis 3000 Stunden im Jahr, Photovoltaikanlagen liefern umgerechnet etwa 1000 Stunden im Jahr Strom. Ein Jahr hat rund 8760 Stunden. Das zeigt: Bei Flaute oder in der Nacht müssen Alternativen bereitstehen. Leider gibt es im Bereich der Erneuerbaren Energien zurzeit nur wenige Techniken, die grundlastfähig sind, also fast das ganze Jahr über Strom produzieren können. Dazu gehören die Stromerzeugung aus Biomasse, die Geothermie oder die Wasserkraft.

Pumpspeicherwerke können hier einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie die zuvor durch das Hochpumpen ins Oberbecken gespeicherte Energie bei Windflauten oder in der Nacht rasch in Strom umwandeln können.

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