Daten und Fakten zum Pumpspeicherwerk

Die Mainzer Stadtwerke AG plant die Einrichtung und den Betrieb eines Pumpspeicherwerkes mit einer Leistung von 280 bis 320 MW (Megawatt). Hauptbestandteile des PSW heimbach sind das Ober- und Unterbecken, die Stollen als Verbindungen von Ober- und Unterbecken oder zur Energieableitung, das Kraftwerk, Stromableitungstrassen sowie Baustellen- und Unterhaltungszufahrten. Abgesehen vom Ober- und Unterbecken liegen alle Anlagenteile unter der Erde, insbesondere das Kraftwerk, Transformatoren, Schaltanlage und Wasserwege. Diese sind damit nicht zu sehen. Für die notwendige Ableitung des Stroms sind alternativ zwei Erdkabelvarianten beantragt. Das Oberbecken auf dem Franzosenkopf wird eine Ausdehnung von 300 mal 440 Meter haben und eine Fläche von rund 14 Hektar aufweisen. Die Ausmaße des Unterbecken sind 220 mal 250 Meter. Das Unterbecken soll im Steinbruch der Hartsteinwerke Sooneck errichtet werden. Ober- und Unterbecken verfügen über eine Höhendifferenz von 467 Metern und werden durch eine unterirdische Druckleitung über die Maschinenkaverne miteinander verbunden. Die Kaverne ist senkrecht unter dem Oberbecken angeordnet. Die Pendelwassermenge des Pumpspeicherwerks beträgt etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Kubikmeter. Die Erstbefüllung des Pumpspeicherbeckens erfolgt über eine Rohrleitung aus dem Rhein.

Der im PSW Heimbach erzeugte Strom wird über ein Erdkabel zur westlich des Oberbeckens verlaufenden 380kV-Freileitung der Amprion oder gegebenenfalls weiter zum Umspannwerk Erbach oder alternativ zum Umspannwerk Waldlaubersheim transportiert.

Dem im Frühjahr 2014 eingeleiteten Raumordnungsverfahren war ein umfangreiches Standortscreening vorgelagert. Dabei wurde in einem für das Land Rheinland-Pfalz flächendeckend durchgeführten mehrstufigen Verfahren nach geeigneten Standorten für ein Pumpspeicherwerk gesucht. Darüberhinaus wurden sowohl technische Verfahrensalternativen geprüft und für alternative Energieableitungstrassen verschiedene Varianten untersucht. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass das PSW Heimbach sowohl unter umweltfachlichen als auch unter technisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten die am besten geeignete Lösung darstellt.

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